Blogsprint #1: Mein Recap am Morgen danach

Blogsprint RecapGestern Abend war Blogsprint! Bis gegen Mitternacht haben wir gebloggt, was das Zeug hält: gleichzeitig, gemeinsam, zu einem Thema und mit faszinierend unterschiedlichen Ergebnissen. Zwischendurch: Kurz bei den anderen reinlesen, Feedback geben, kurzer Austausch, dann weiter im Text.

Eine intensive Erfahrung und ein spannendes Projekt, unser erster Blogsprint! Dörte als Gastgeberin hat den Prozess in ihrem Blog live dokumentiert.

Schreiben unter Strom

Heute Morgen mache ich es mir mit einem großen Kaffee auf dem Sofa gemütlich, um in Ruhe die Beiträge der anderen lesen. Was mir sofort auffällt: Wir Teilnemer sind teilweise mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen und Vorstellungen an den Abend herangegangen. Esther hat in ihrem Beitrag ihre Vision von einem großen, gemeinsamen Textergebnis am Ende des Abends beschrieben und skizziert auch einen möglichen Weg dahin. Ganz anders als Esther hatte ich von Anfang an eher die Vorstellung von einem Netz aus Blogbeiträgen zu unserem gemeinsamen Thema – ähnlich eben wie bei einem Blog-Carnival. Allerdings mit einem gravierenden Unterschied: In so einem Blogsprint ist deutlich mehr Tempo drin, das haben wir gestern Abend alle gemerkt. Die Zeit flog nur so dahin! Zu meinem eigenen Textergebnis muss ich daher auch kritisch anmerken, dass es für meinen Geschmack zu lang und dennoch unvollständig ist – aber zum Kürzen und Überarbeiten aber war gestern Abend schlichtweg keine Zeit. Und so darf das Ergebnis auch durchaus mal etwas unperfekt sein, finde ich, denn am Ende ging es uns doch vor allem um die Erfahrung beim kollaborativen Schreiben ;-).

Was ich für mich selbst und für das nächste Blogsprint-Projekt mitnehme:

  • Vorbereitungszeit nutzen! Die Absprachen im Vorfeld, z.B. in einem PlanungsPad, sind wichtig, wenn man am Abend direkt produktiv werden möchte.
  • Thema eingrenzen! Wenn man 90 Minuten Zeit zum Schreiben hat, kann man keine grundsätzliche und allumfassende Abhandlung zu einem Thema verfassen. Lieber einen kleinen Teilaspekt herausgreifen.
  • Bezüge zu den anderen Teilnehmern bewusst machen. Wenn man vorher schon eine Vorstellung davon hat, was die anderen schreiben werden, ist es leichter, sich miteinander zu vernetzen.
  • Formale Dinge vorbereiten, wie Links zu den Pads der anderen, etc. um sich nicht im virtuellen PiratePad-Wust zu verlaufen.

Persönliches Fazit

Die Ergebnisse dieses ersten Blogsprint-Anlaufs sind fantastisch und vor allem vielseitig. Es gibt fertige, toll geschriebene Artikel zu ganz handfesten Themen, wie der Skype-Beitrag von Jasmin und der Dropbox-Artikel von Heike. Ganz besonders gerührt hat mich übrigens der Beitrag von Anja, die so schön beschreibt, wie Twitter sich gerade für uns angehende Social Media Manager zur Kommunikationszentrale entwickelt hat, zum virtuellen Schulhof sozusagen, wo sich immer jemand für einen kleinen Klönschnack findet. Beeindruckend fand ich auch das Ergebnis von Monika, die gemeinsam mit Heiko parallel sogar noch einen zweiten Beitrag produziert hat. Respekt!

Hallo, ich bin Katja Grintsch, Jahrgang '75, freie Online-Redakteurin und Web-Texterin. Zusammen mit meiner Familie lebe und arbeite ich in Köln-Marienburg und betreue Projekte rund um Kommunikation, Text, Social Media und PR.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Super liebe Katja, Du das es perfekt auf den Punkt gebracht. Und irgendwie ist es so schön, zu sehen, wie wir alle noch am gestrigen Abend “knabbern”, wie es immer noch nachwirkt und wir uns damit beschäftigen und mit etwas Abstand reflektieren.
    Eine Anmerkung habe ich noch – ich denke dass Esters Idee und unsere Vorgehensweise sich nicht ausschließen. Sicher, bei diesem ersten BlogSprint, gerade in der #SommClique war es gut, dass wir ein Thema in vier Bausteine zerlegt haben um jede für sich ein Puzzlesteinchen beizusteuern. Aber ich kann mir sehr gut auch vorstellen, dass man an einem sehr komplexen Text, wo dazu auch intensiv recherchiert werden muss, gleichzeitig gearbeitet werden kann. Und das sogar auch über mehrere Tage verteilt. Ich denke, das kommt auch immer darauf an, aus welchem beruflichen Umfeld jemand kommt, ob er gewohnt ist schnell – relativ kurze Texte zu schreiben, oder ob jemand an langen ausführlichen Dokus arbeitet oder gar an Büchern. Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht und ich freu mich auf das nächste Mal.

    Liebe Grüße
    Heike

  2. Pingback: BlogSprint in Progress (live) | . NetzFaktorei

  3. Vielen Dank, Heike! Auch ich fand Esthers Ansatz absolut reizvoll, und kann mir gut vorstellen, dass er sich realisieren lässt – wenn man sich eben etwas mehr Zeit nimmt, als wir das gestern Abend getan haben. Vielleicht gelingt es uns ja, bei einem der kommenden Blogsprints etwas davon umzusetzen! Freu mich schon drauf ;-)

  4. Hallo Katja,

    Ich kann auch nichts anderes sagen, als dass Du es wunderbar zusammengefaßt hast. Danke dafür!

    Anja